Die Wangari-Maathai-Internationale-Schule integriert verschiedene Lehrpläne, um den Anforderungen des Berliner Senats und denen einer internationalen bilingualen Schule gerecht zu werden. Die Schule im Allgemeinen und die Fächer Deutsch und Mathematik im Besonderen folgen den Berliner Rahmenlehrplänen.

In der Primarstufe lassen diese sich gut mit den anderen in der Schule eingesetzten Lehrplänen (National Curriculum für England, Wales und Nordirland) kombinieren.

Mehr Informationen zu den Berliner Rahmenlehrplänen finden Sie auf hier:

Link: https://www.berlin.de/sen/bildung/unterricht/faecher-rahmenlehrplaene/rahmenlehrplaene/

Muttersprache und Partnersprachen: Deutsch und Englisch

Da die Englischsprachkenntnisse der Kinder vor der Einschulung an der NMS überprüft werden, erhält jedes Kind entweder den Status „Muttersprache Englisch“ oder „Partnersprache Englisch“ und damit den jeweils gegenteiligen Status für Deutsch. D. h. ein Kind, das z.B. muttersprachliche Kenntnisse in Englisch besitzt, wird automatisch dem „Deutsch Partnersprachenunterricht“ zugeordnet. Da viele Kinder aus dem Ausland zu uns kommen und/oder in zweisprachigen Familien aufwachsen, sind die Sprachkenntnisse der Kinder speziell im „Deutsch Partnersprachenunterricht“ sehr heterogen. Hat ein Kind bislang keine oder nur schwache mündliche Deutschkenntnisse, nimmt es zwar soweit wie möglich am „Deutsch Partnersprachenunterricht“ teil, bekommt aber zusätzlichen Unterricht als „Deutsch Seiteneinsteiger“ und ist für bis zu zwei Jahre von der Benotung in Deutsch befreit.

Die unterschiedlichen Sprachkenntnisse und Lernvoraussetzungen der Kinder im Mutter- und besonders im Partnersprachenunterricht bedürfen z.T. starker Differenzierungsmaßnahmen, die durch handlungsorientierte und offenere Unterrichtsmethoden (z.B. Tages- oder Wochenpläne) umgesetzt werden. Soweit wie möglich soll jedes Kind individuell gefördert werden und zunehmend lernen, mehr Selbstständigkeit zu erlangen und Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen. Die Ausbildung von methodischen und sozialen Kompetenzen ist dabei im Deutschunterricht genauso selbstverständlich und wichtig wie in allen anderen Fächern.

Englisch

Kinder mit Muttersprache Englisch beginnen die Alphabetisierung auf Englisch, die Englisch-Partnersprachenkinder lernen in der 3.Klasse auf Englisch zu schreiben. Das Fach Englisch wird nach dem National Curriculum für England, Wales und Nordirland unterrichtet. Als Lehrwerke werden insbesondere Jolly Phonics und Oxford Reading Tree, so wie Oxford International Literacy verwendet.

Deutsch

Kinder mit der Muttersprache Deutschbeginnen mit der Alphabetisierung auf Deutsch. Die Deutsch-Partnersprachenkinder (somit Englisch-Muttersprachler) beginnen in der Regel in der 3. Klasse mit dem Schreiben und Lesen in der deutschen Sprache, da eine fundierte Alphabetisierung in ihrer Muttersprache vorhanden sein muss. Am Ende der 3. Klasse ist der Schriftspracherwerb bei vielen Kindern auch in der Partnersprache erreicht

Ein jährliches „Highlight“ ist in dieser Hinsicht auch unser Vorlesemorgen in der Vorweihnachtszeit. An diesem Morgen lesen alle Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule aus einem ihrer Lieblingsbücher vor. Die Kinder können sich dazu im Vorfeld für zwei „Vorlesungen“ entscheiden. Dies führt dazu, dass alle Kinder der NMS von Klasse 1-6 gemischt, d.h. nicht nach ihrer Klasse oder Klassenstufe sortiert, in kleinen Gruppen einer Geschichte lauschen und diese besprechen. Dies ist für die Kleinen wie auch die Großen ein besonderes Erlebnis.

Da die Schule über eine kleine Bibliothek verfügt, kann diese in den Unterrichtsalltag eingebunden werden. Darüber hinaus gibt es in jedem Klassenraum eine kleine Klassenbibliothek.

Mathematik

Der Mathematikunterricht erfolgt in den Klassen 1-6 in deutscher Sprache, in den Klassen 5-6 werden die Schüler und Schülerinnen auf den zum Teil in englischer Sprache erfolgenden Fachunterricht der Sekundarstufe vorbereitet.  Die Klassen 1-4 arbeiten mit dem Lehrwerk „Rechenraabe“ Der Mathematikunterricht folgt den Anforderungen des Rahmenlehrplanes des Landes Berlin. Darüber hinaus hat die Fachkonferenz Mathematik grundlegende Mindestvoraussetzungen für den Abschluss der Klasse 2, der Klasse 4 und der Klasse 6 formuliert. Diese stellen Mindestanforderungen dar, die bei der Zuteilung neuer Schüler in die entsprechenden Jahrgangsstufen Orientierung geben. Ohne die Erfüllung dieser Lernziele ist eine erfolgreiche Weiterarbeit im Fach Mathematik im folgenden Schuljahr gefährdet.

Ab dem dritten Schuljahr nehmen die Schüler und Schülerinnen am weltweiten Känguru-Wettbewerb der Mathematik teil, einem mathematischen Multiple-Choice-Wettbewerb mit mehr als 4,5 Millionen Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus vielen europäischen und außereuropäischen Ländern. Das Ziel des Wettbewerbs ist in allererster Linie das Wecken der Begeisterung für Mathematik und das Wecken der Freude am mathematischem Denken und Arbeiten

Link: http://www.mathe-kaenguru.de/

Environmental Science (ES) ist ein Fach, das in den Klassen 1 bis 4 unterrichtet wird und die Schüler mit naturwissenschaftlichen und technischen Phänomenen sowie mit den sozialen, wirtschaftlichen und historischen Aspekten ihrer Umgebung vertraut macht. In den ersten 4 Jahren der Grundschule lernen die Schüler die Welt kennen, indem sie Phänomene aus acht Themenbereichen erforschen: Erde, Kind, Markt, Rad, Tier, Wasser, Leben und Zeit. Sie erforschen z.B., wie Wasser in Abhängigkeit von der Temperatur seinen Zustand verändert, was ein Skateboard eine Rampe hinunterrollen lässt, welche Tiere in der Wüste und welche im Regenwald leben oder wie eine Banane ihren Weg von einer Farm in Südamerika in einen Supermarkt in Deutschland findet. Pro Schuljahr werden ca. 4 dieser übergreifenden Themen praxisnah und projektbasiert behandelt, so dass im Laufe eines zweijährigen Bandes alle Bereiche erkundet wurden.

Alle Themen sind zudem mit den fünf Perspektiven der Umweltwissenschaften verknüpft: der sozialwissenschaftlichen, naturwissenschaftlichen, geographischen, historischen und technologischen.

Das Lernen im Unterricht knüpft einerseits an die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler an, bezieht aber auch fachliche Inhalte, Methoden, Konzepte und Ziele aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen ein. Damit ist auch die Verknüpfung und Vorbereitung auf die in den Klassen 5 und 6 unterrichteten Fächer Geschichte/Sozialkunde und Naturwissenschaften gewährleistet.

Geschichte und Geografie

Sozialwissenschaft

Aus dem Berliner Rahmenlehrplan: „Vorrangiges Ziel ist es, den Schülern Orientierung in Raum, Zeit und Gesellschaft zu geben“. Das Fach Sozialkunde bildet die Brücke zwischen dem Sachunterricht (Jahrgangsstufen 1-4) und Geschichte, Geographie und Politik (Sekundarstufe I). Die Pflichtthemen in den Jahrgangsstufen 5 und 6 sind:

1. Ernährung

2. Wasser

3. Städte & urbane Vielfalt

4. Europa ohne Grenzen

5. Tourismus und Mobilität

6. Demokratie und Partizipation*

Außerdem wird pro Jahr ein Wahlthema aus den folgenden Bereichen gewählt: Kinder, Mode, Medien, Diversity, Arbeit und Religionen. Aktuelle Ereignisse werden ebenfalls behandelt, wenn Nachrichten und Probleme aus der Welt auftauchen. Die Schüler beginnen mit dem Lernen über die Alt- und Jungsteinzeit und die frühen Menschen und schreiten durch die frühe Demokratie im alten Griechenland und Rom voran. Das Lernen über frühe Gesellschaften und die Vorgeschichte legt die Grundlage für die moderne Geschichte, die in der Sekundarstufe unterrichtet wird. Auch die Geographie wird unterrichtet, beginnend mit der Deutschlands und später mit Europa als Kontinent. Ziel ist es, den Schülern bewusst zu machen, wie die Geografie die Gesellschaft beeinflusst. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Nachhaltigkeit und den „Global Goals“. Durch den Einsatz von Primärquellen, Karten, Atlanten und dem Internet werden die Recherche- und Denkfähigkeiten der Schüler verbessert. Geschichte und Geopgrafie in den Klassen 5 und 6 (Gesellschaftswissenschaften – GeWi) werden von internationalen Lehrkräften nach dem Berliner Rahmenlehrplan in englischer Sprache unterrichtet.

Kunst

Das Fach Kunst hat an unserer Schule in allen Jahrgangsstufen einen besonderen Stellenwert, da wir besonders die künstlerischen Talente im Bega-Programm gefördert werden können. Der Kunstunterricht, der meist auf Englisch gehalten wird, wird für Künstler verschiedener Nationen geöffnet werden und im Rahmen von Bega fächerübergreifende Projekte starten.

Sport

Das Curriculum des Sportunterrichts an der Nelson-Mandela-Schule hat das Ziel, neben dem Ausbau der körperlichen Fähigkeiten der Schüler besonders auch ihre Sozialkompetenzen und ihr Verantwortungsbewusstsein zu fördern. Alle Klassenstufen der Grundschule haben drei Wochen Sportunterricht die Woche. Der Unterricht kann in zwei Sporthallen und im Sportplatz neben der Schule stattfinden.

Die Flex-Klassen werden dabei überwiegend von ihren Klassenlehrern unterrichtet, ab der dritten Klasse wird der Sport- und Schwimmunterricht von Fachlehrern übernommen. Die Unterrichtssprache ist dabei nicht festgelegt, sondern richtet sich nach der Muttersprache der jeweiligen Lehrperson. In den Klassen 1 und 2  liegt der Schwerpunkt besonders in der Ausbildung der Team- und Empathiefähigkeit sowie der Fairness gegenüber ihren Mitschülern. Die Schüler sollen dabei die Möglichkeit haben, ihre neuen Mitschüler kennenzulernen und als Klasse zusammenzuwachsen. Die Schüler erfahren, dass reibungslose und freudvolle Spielabläufe das Einhalten von Spielregeln voraussetzen und bestimmte, einfache Strategien und Taktiken eine Auswirkung auf die Effektivität ihres Handelns haben. Die Freude am Spielen und an der körperlichen Bewegung steht in dieser Klassenstufe im Vordergrund.

In der Klassenstufe 3 haben die Schüler zwei Stunden Schwimmunterricht und eine weitere Stunde Sport.

Evangelischer Religionsunterricht oder Humanistische Lebenskunde

Die Eltern entscheiden bei der Einschulung, ob ihr Kind teilnimmt

a) am Unterricht in Evangelischer Religionslehre, durchgeführt von der Evangelischen Kirche, oder

b) am  Unterricht in Humanistischer Lebenskunde, angeboten vom Humanistischen Verband Deutschlands.

Wahlpflichtunterricht (Wuf)

Ab Klasse 5 können sich die Kinder für einen Wahlpflichtkurs im Umfang von 2 Stunden entscheiden. Wird die Sprache Spanisch gewählt, wird dieses Fach in 3 Stunden unterrichtet. Kinder, die sich nicht für Spanisch, sondern für ein anderes Wahlpflichtfach entscheiden, können in der 7.Klasse mit Spanisch beginnen.

Welche 2-stündigen Wahlpflichtkurse ab Klasse 5 angeboten werden,  wird unter pädagogischen Maßstäben in Abstimmung mit unserem Leitbild entschieden.