Was ist BEGA?

BegaSchulen, die vertiefende Lernangebote für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen im natur- oder geisteswissenschaftlichen, sprachlichen, musischen, digitalen, handwerklichen, sportlichen oder künstlerischen Bereich anbieten, werden seit August 2019 vom Berliner Senat zertifiziert.

Die BegaSchulen erhalten eine finanzielle Förderung, den sogenannten BegaFonds. Mit diesem können sie Honorare für Kursleitungen, Ausstattung und Kursmaterialien finanzieren. Mehr Informationen gibt es hier.

Die WMIS ist seit Dezember 2020 offiziell eine Bega-Schule.

Warum ist die WMIS eine Bega-Schule?

Der Begabungsbegriff: Das Berliner Expertengremiums legt in ihrem Empfehlungsschreiben für Begabungsförderung ein mehrdimensionales Verständnis von Begabung zu Grunde. Dieser Ansatz der multiplen Intelligenz geht davon aus, dass sich „Intelligenz aus verschiedenen Kompetenzen zusammensetzt, welche sich im Laufe des Lern- und Entwicklungsprozesses zu übergeordneten Fähigkeiten zusammensetzen.“

Nicht alle Kinder und Jugendlichen können jedoch in allen Bereichen gleich hohe Leistungen zeigen. Deshalb muss Begabungsförderung mehrperspektivisch sein und in unterschiedliche Lebenswelten wirken.“

Verständnis von Begabungsförderung an der WMIS- unser Leitbild:

Genau dieses mehrperspektivische Verständnis von Begabungsförderung greifen wir an der WMIS auf. In unserem Leitbild ist bereits festgeschrieben, dass es das übergeordnete Ziel unserer Schule ist, interkulturelles Lernen mehrperspektivisch und kreativ zu fördern. Die Diversität unserer Schulgemeinschaft, sowie die Mehrsprachigkeit der Kinder verstehen wir hierbei als Bereicherung und unsere größte Ressource. „Projektbasiert, fächerübergreifend und mit Hilfe kreativer Methoden lernen die Schüler*Innen der WMIS, die Welt aktiv zu entdecken und mitzugestalten. In unserem kreativen Ansatz verstehen wir Kunst in einem weiten Sinne. Sie umfasst nicht nur ästhetische Bildung, sondern auch bildende und darstellende Kunst, Bewegung sowie digitale Kunst. Die Schüler*Innen lernen multisensorisch, fächerübergreifend und ganzheitlich.“

Konkrete Umsetzung mit externen KooperationspartnerInnen:

Für das  Schuljahr 2020/21 sind bereits zwei konkrete Projekte mit externen KooperationspartnerInnen geplant. Für die Schuleingangsstufe (1./2. Klasse) ist eine Kooperation zwischen der Schule und des „theatre in between“ geplant. Die Schauspielerin und Theaterpädagogin Anna Watson arbeitet in verschiedenen Gruppenkonstellationen mit den Kindern der Flex-Klassen. Auf Deutsch und English setzen sich die Kinder mit bestehender Literatur auseinander und reflektieren Selbstgeschriebenes. Es existiert bereits ein eigens für die Schule (die Geschichte der Namenspatronin Wangari Maathai) geschriebenes Stück- eine „work in progress performance“- die stets weiterentwickelt wird.

In der 3. Und 4. Jahrgangsstufe ist eine Kooperation zwischen der Kunst- und Englischlehrerin Dee Mulrooney und der Künstlerin und Puppendesignerin Eva Garland geplant. Zunächst geht es darum herauszufinden, was spannende Geschichten ausmacht und wie man einen aufregenden Charakter inszenieren kann. Die Geschichten werden geschrieben und überarbeitet. Anschließend folgen die Planung und Erstellung einer Zeichnung des Charakters, bevor dann die Figur als Handpuppe mit verschiedenen Materialien erstellt wird. Ebenso wird ein Bühnenbild zum Stück gestaltet, welches dann im Sommer während der Kunstwoche aufgeführt wird. Die beiden Projekte unterstützen gezielt die Sprachförderung sowie die die Kompetenz des interkulturellen Verständnisses. Des Weiteren kann Theaterarbeit als Bildungswerkzeug gesehen werden, das nicht nur der sprachlichen, sondern auch der motorischen und sozialen Entwicklung der Kinder zuträglich ist. Das Erstellen eigener Charaktere beim Puppendesign fördert zudem vielfältige künstlerische Fähigkeiten, wie Planen, Zeichnen und der Umgang mit unterschiedlichen Materialien.